Vertrauen

Was ist noch sicher?

Wir ringen alle um Vertrauen. Gerade in dieser besonderen Zeit in dieser hochkomplexen Welt, in der nichts mehr beständig erscheint, außer dem ständigen Wandel.

Wem oder was kann ich noch vertrauen, welchem Land, welchem Politiker, welchem Unternehmen, welcher Marke? Vor einiger Zeit noch glaubten die Menschen, sie könnten sich zumindest auf die Naturwissenschaft verlassen und so ein festes Weltbild herstellen. Doch auch das war einmal, die scheinbar sicheren „Fakten“ aus Physik, Chemie und Biologie lösen sich immer mehr auf und werden durch neue Ideen ersetzt, die dann auch wieder zügig in Frage gestellt werden.

Wir dürfen feststellen, dass wir eine Beständigkeit oder Sicherheit in der äußeren Welt nicht wirklich finden. Und wenn wir sie zu finden scheinen, ist das häufig nur von kurzer Dauer. Dies macht vielen Menschen Angst, denn sie wissen nicht mehr, auf was sie sich verlassen können, was wahr ist, wie denn die Wirklichkeit ist. Denn darum geht es bei Vertrauen, um den Wunsch, etwas Wahres zu sehen und damit in Kontakt zu sein. Denn was wahr ist, ist sicher. Das zeigt auch die Herkunft des Wortes. Vertrauen kommt aus dem Althochdeutschen Wort „firtruwen“, dieser Wortstamm kann als „für wahr sehen“ interpretiert werden.

Und der Wunsch nach Wahrheit und Wirklichkeit kommt daher, dass die meisten Menschen ein Selbst- und Weltbild haben, das unvollständig und damit nicht wahr ist. Siehst du dich überwiegend als einen Körper mit einem Verstand, fühlst du dich als ein separates Wesen, das in einer äußeren Welt getrennt von dieser agiert. Deine gesamte Existenz hängt vom Überleben des verletzlichen Körpers ab und so entsteht der Wunsch nach Sicherheit in der Welt. Die diese dir aber letztendlich nicht bieten kann.

Doch scheint in dieser Welt auch immer wieder die Wahrheit durch. Wir können das wahrnehmen z.B. in der Beziehung zu unseren Liebsten, dort fühlen wir uns aufgehoben und verbunden. Wir spüren die Zuwendung und Liebe, die uns entgegengebracht werden und können so diesen Menschen vertrauen. Wir erfahren die Wirklichkeit, dass wir miteinander verbundene Wesen sind. Versenken wir uns z.B. in einer Meditation oder in der Natur ganz in den Moment und erweitern unser Gewahrsein, erfahren wir die wahre Weite unseres Wesens über Körper und Verstand hinaus.

Zu Hause im Gottfeld

Wir können fühlen, wie wir eingebettet sind in ein unendliches wohlwollendes intelligentes Feld, das wir Gott nennen können.

Deswegen sind Zeiten der Stille UND Kontakte zu anderen Menschen so notwendig und heilsam in herausfordernden Zeiten. Die Begegnungen mit dir selbst und mit Anderen erinnern dich an die Wirklichkeit, wer du wirklich bist und dass du dir und dem Leben vertrauen kannst.

Viel Freude!

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